Titel: Logbuch - Auf zu neuen Ufern

 


Seitenanzahl: 152

 


Druckdatum: 23.01.2021

 

 

Veröffentlichung: ab 06.02.2021 hier auf epubli verfügbar

 

 

Kommentar:

Eine Pandemie hält die Welt in Atem ... der Versuch eine Einleitung zu finden in dem Wissen, dass diese Worte zu Hauf die Kurzbeschreibungen der Bücherlandschaft fluten, ist mühselig, aber was bewegt die Menschen im Jahre 2020 in der Masse (wie auch im Einzelfall) mehr?

Im vorliegenden Roman will ein Pärchen aus der Schockstarre aufwachen, die die gesetzlichen Regelungen ihnen auferlegen: Sie möchten flüchten, sie möchten eine Rückbesinnung zur "alten" Normalität, sie möchten eine Revolution beginnen, sie möchten die Selbstisolation, sie möchten Gott finden, sie möchten nicht mehr vefolgt werden, sie möchten viel und doch nichts und gelangen dabei zu neuen Ufern.

Ein kurzweiliger und zynischer Roman, der Ende 2019 nicht denkbar gewesen wäre, sozusagen eine wahrgewordene Dystopie, die den Leser auf eine Reise in die "alte" und in die "neue Normalität" mitnimmt und die Orientierungslosigkeit der Subjekte offenlegt.

Leseprobe:

Erneut auf der Flucht. Wie kann ich es sonst bezeichnen? Wir als Fliehende sind Gehetzte, denen keine Pause vergönnt ist, ruhelos, ständige Bewegung als einzige Konstante. Wer wählt freiwillig diesen Weg? Wir werden an die Wand gestellt, unsere ungleichmäßigen Heiligenscheine entstanden von Einschusslöchern aus dem Gewehrlauf abgeschossen, in den wir permanent gezwungen sind zu starren, getragen von der Hoffnung derer, die vor uns hier standen und glaubten, dass das eigene Blut keinen weiteren Fleck bildet. Gibt es eine Alternative, der wir hinterher blicken können? Wo ist der Herbstwald statt diesem tristen Tunnelsystem aus Schwärze, in dem uns die Augen täuschen, einen Lichtstrahl fürwahr geworden zu sein, eine Aurora borealis des Geistes, die schwindend wieder Dunkelheit zurücklässt. Schwarz malen bloß Blinde, lieber springen wir eine Klippe hinab und hoffen im Fall das Fliegen zu lernen, als willfährig das unabwendbare Schicksal hinzunehmen. Diese Not, die herrscht, wenn das Menschsein aberkannt wurde und die Vollstreckung nach ihrer Tat dürstet, sei sie gerecht oder ungerecht. Unser Recht heißt handeln, unsere Augenbinde ist die Wahllosigkeit, die uns in sämtliche Himmelsrichtungen zerstreut, unser Schwert ist die Flucht gegen einen übermächtigen Despoten und unsere Waage?

 

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