Titel: Heinrich Budde

 


Seitenanzahl: 151

 


Druckdatum: 02.12.2018

 


Veröffentlichung: nicht geplant

 


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Kommentar:

 
Angelehnt an das in Frankreich entwickelte Versmaß des Alexandriner, entstand jenes Theaterstück namens 'Heinrich Budde', welches im Rhythmus schwelgend den passenden Beinamen "Abgesang eines Deutschen" erhalten hat und damit ein Schreckgespenst benennt, das nie komplett verschwunden ist. Es soll als Schicksalsbeispiel dienen und bezeigt den Mensch mit seinen zwei Abgründen 'als einen Brunnen, der in den Himmel schaut'. 

Leseprobe:

 

HEINRICH B starrt nachdenklich ins Leere. Sein

Frontkämpferkreuz jongliert er apathisch zwischen

den Fingern wie einen Rosenkranz.

Wankelmut mag kennen, wer auch immer da will.

Meine Lippen bleiben bei diesem Unwort still.

Manch einer trachtete es bloß zu reduzieren;

Auf die blanken Lettern, den Sinn zu denunzieren.

Was mich allein betrifft, bleibt's ein schamloser Meister,

Der, der ihm treulich folgt, dem fliehen seine Geister

Aus Ohren, Nase, Mund und mannigfachen Poren,

Nein, der Mensch als solches, ist zum Höchsten geboren.

Ich kenne meine Pflicht und werde mich nicht winden.

Darum wird Wankelmut in mir nie Heimat finden

Bedächtiges Schweigen.

Allzeit bereit zum Kampf für's einzig Vaterland -

Zur Not bis in den Tod! Heil dir du mein Deutschland!

 

ELSA B

      Heil Deutschland!

 

HEINRICH B

         Ach Elschen, stark sind wir wie Kruppstahl

Nicht ein Jahrzehnt ist's her, als wir trafen die Wahl

Und hier Abschied nahmen, um ein neues Glück zu suchen,

Das in die Höhe spross und welches wir nun fluchen ...