Titel: 716 km Impressionen aus Portugal - Ein Reisebericht -

 


Seitenanzahl: 52 (inklusive 21 Fotografien)

 


Druckdatum: 19.07.2015

 

 

Veröffentlichung: nicht geplant

 



Kommentar:

Was vor einigen Jahrzehnten wie bizarre Zukunftsvisionen geklungen haben muss, ist seit einiger Zeit fast schon Alltag. Menschen fliegen über Grenzen, Meere und letztlich auch über Wolken und verschwinden von jetzt auf gleich in einem komplett neuen Leben, was durch verminderte Pflichten als besser empfunden wird. Ob es das wirklich ist, kann und will das Buch nicht aussagen, jedoch birgt es ein Beispiel für eben so ein neues Leben. Dabei spielen die Ziele Porto, Lissabon und Lagos natürlich eine besondere Hauptrolle.  

Leseprobe:

 

Aufgesetzt und los geht die Reise auf den Rücken des weißen Vogels, der mit stählernen Schwingen sich über Wolken in das

dortige Traumland erhebt. Durch Watteberge sind wir auf dem wahren Gipfel der Erde angelangt. Ein Fleckchen, das unsere alten

Dichter und Denker nie erblickt haben. Welch wunderbare Reime wären wohl darauf gedichtet wurden. Ein kleiner Satz, der alle Fantasie in uns kitzelt oder ein langer verschachtelter Satz, der kein Detail ausspart, um das wundervollste Gemälde in unseren Köpfen zu malen. Hinweg über weiße Schaumberge, hindurch den gefrorenen Garten Eden, erblickt der Geist hier alles, was sonst nur in seiner Fantasie wohnt. Grenzgänger zwischen den Sternen sind wir. Zur Linken blendet uns das mystisch

verschleierte Antlitz des gelben Mondlichtes, während zu unserer Rechten die Sonne Klara mit letzter Kraft ihr ganzes Potbury der

Farbenpalette über den Horizont ergießt. Glühwürmchen, die zu klein sind, um mit bloßer Hand eingefangen zu werden, ziehen nebenbei furchtlos ihre vorgezeichneten Bahnen, als ob wir ein ebenso kleines Licht wären. Au Revoir Paris! Mit deinen glänzenden Diamanten kannst du uns diesmal nicht fangen, wie die Laterne die Motte.

Wir nähern uns dem Ziel. Aus einer zusammenhängenden Lichterkette werden einzelne Punkte, aus welchen sich bald darauf Gebäude, Häfen und Palmen abzeichnen, die abermals von vielen kleinen Lichtern angestrahlt werden und aus dem Dunkel auferstehen. Über den Dächern schlängelt sich unterdes in mittelbarer Ferne das matte dunkelgraue Wasser des Flusses Douro

zu seiner Mündung, welcher sanft und unbeirrt zwischen Weinbergen in der Stille der Mitternacht weiter fließt. Wir durchqueren

eine feurige Flut aus Nebelschwaden, durch die unser Vogel uns behutsam geleitet und sicher auf dem Festland absetzt, an jenem Ort, der diesem Land seinen Namen verliehen hat, namentlich Porto genannt.

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