Harzspaziergang

Auf losen Spuren wandern wir

Nicht wissend, wer sie vor uns ging,

Bergan fort durch Haine hin zu mir

Zur freien Luft, die mich empfing.

 

Am Ilsenkreuz ist sie so rein,

Wo der der Brocken sich barhäuptig zeigt

Entbehre ich jeglicher Pein,

Dort wo die Menscheit still schweigt.

 

Unbedeutend ist das Streben,

Wenn der Donner taleinwärts rollt

Und einzig regiert sein Beben,

Dem ein jedermann Ehrfurcht zollt.

 

Entlang des schroffen Schotterwegs,

Der Laub und Ndelbäume trennt,

Begleitet er mich treulich stets -

Je tiefer ich steig, wird er gedämmt,

 

Ich raste auf einem Granitfelse,

Den die Quellwasser umspülen

Und seh dabei weiße Hälse,

Die, so glaubt man, wie ich fühlen.

 

Gestürzte Stämme liegen quer

Über ausgehöhlte Krater,

Doch hintern sie den Lauf nicht mehr

Und seien sie noch rabiater.

 

Nun blitzen erste Hausgiebel

Aus dem Farbkorb der Grüntöne,

Die Zivilisation nennt sich plausibel

Auf Bald Natur, du Wunderschöne!